Böser Dienst

Gegen das Böse habe ich keine Chance, aber große Angst vor ihm, trotz meiner vielen Dienstjahre. Daran ändert auch keine Denkarbeit etwas. Ich kann die Angst nur wie ein Atomtechniker behandeln, der die Brennstäbe nur vermittels aufwendiger Instrumente beherrscht und sich auf Distanz zu ihnen hält, ohne jedoch wirklich sicher vor deren Strahlung zu sein. Der sichere Schutz ist zugleich [weiterlesen]

Neulich am Morgen

Ich öffne die Augen, registriere die Schwere meines Leibes. Ich bin verschwitzt und mein Herz krampft sich zusammen. Ich will nicht aufstehen, nicht wach werden. Ich bin in meinem Bett. Ich will woanders gewesen sein, als ich mich niedergelegt habe. Ich bin jedoch hier. Das ist mein Zimmer. Vom Bett aus sehe ich durchs Fenster auf die gegenüberliegende Hausfront, auf [weiterlesen]

Im Schulhof

Es geht mir gut, und nicht nur das. Ich freue mich flink auf den Beinen zu sein. Ohne einen Gedanken daran zu verschwenden, das es mir verboten ist, diesen Bereich des Hofes zu betreten, überschreite ich die blaue Linie. Genauer gesagt, so genau wie es die Erinnerung zulässt, flitze ich über die Demarkationslinie, hin zu den Größeren. Und schon ist [weiterlesen]

Auf dem Weg zur Arbeit

An den Zaun gedrückt erhalte ich zwei, drei Schläge in den Bauch. Sinke nach unten, liege auf dem Boden. Mir schlägt das Herz bis zum Hals. Wo stecken die anderen, wo sind die Kollegen. Ich rolle mich zusammen, erwarte die nächsten Schläge, Tritte, stattdessen höhnisches Lachen. Wo ist meine Knarre? Warum in aller Welt habe ich nicht besser aufgepasst. Komme [weiterlesen]