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Aufmachen!

Diese Tür, einzig, diese Tür muss ich noch aufstoßen. Dahinter werde ich ’s finden, dachte er sich. Hinunterdrücken, aufreißen, das würde in einem geschehen. Dann trifft mein Auge IHN, sagte er sich, zitternd. Drückte die Klinke hinab. Ganz weit nach unten, bis er dieses sanfte Rucken verspürte, als ob ein Streichholz splitterte. Aber die Tür gab nicht nach. Nichts geschah. Er begann langsam zu schwitzen. Seine Hand, die Klinke fest umklammernd, wurde dick und begann zu schmerzen. Er weinte, lange. Wischte sich die Augen aus. Die Tür stand offen. Eine neue List? Nein, jetzt sah er IHN. Er hatte sich nicht getäuscht. ER war da. Es gab IHN wirklich. Seine Suche hatte ihn belohnt. Nun besaß er unendliche Gegenwart. Jetzt hieß es, nie wieder hergeben. Behalten, was so mühsam und schmerzlich errungen war. Nie wieder suchen müssen. Jetzt war’s geschafft. Er hüpfte vor Freude. Ihn schwindelte. Endlich am Punkt angelangt, der Anfang und Ende war. Er war auf der Grenze. Er war gestorben.

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