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Die gute Maschine

Im Kopf morgendliche Leere, in der wie Aale Hoffnungen zittern, aber beim Blick nach draußen weißt du, dass, was da kommt, ein beschissener Tag ist. Der Regen hat die Hauswände eingenässt, grauschwarzer Himmel, am Morgen der Tag so düster wie am Abend. Du willst dich einrollen und schlafen, träumen von einem Spaziergang am Strand an einem heißen Tag, von einem Gang neben einer klaren blauen Halbkugel aus Wasser und Luft. Aber du, was machst du, du machst dich auf den Weg, Bus, S-Bahn, machst noch ein paar Schritte, trittst durchs Werktor und bist mitten drin, im Surren, Flirren, Rattern und Knattern, schiebst dich durch eine Wolke aus Grüßen, Flüstern, Flüchen und Kommandos, hin zu deinem Platz an der Maschine, die auf dich gewartet hat, unerschütterlich und grinsend, aber das siehst du nicht mehr, weil du schon an ihr hängst.
Und so machst du es immer, wieder und wieder übergibst du die beschissenen Tage und das Ungeträumte der Maschine, die dich dafür mit leerer Zeit entschädigt. Es geht weiter, raunt sie dir zu. Alles ist gut, wenn du mit mir verbunden bist, sagt sie dir jeden Tag, alles wird gut, sagt auch noch die Maschine im Krankenhaus, wenn du längst weißt, dass es nur noch wenige beschissene Tage für dich geben wird.

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