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Dingsda

Abends dann, wenn die Dinge ihre klaren Umrisse verlieren, dirigiert er die Einbildungen und zerreißt mit dem Schrecken das Band der Innerlichkeit, das die Rechtschaffenen zusammenhält. Er taucht unvermutet auf und verschwindet, ohne ein Zeichen zu hinterlassen. Auf ihn ist kein Verlass. Er garantiert nicht, dass noch jemals etwas auftaucht oder verschwindet. Er ist kein Prinzip, keine Sprachregelung, kein perverses Vergnügen, keine falsche Verheißung. Mit ihm ist kein Rendezvous auszumachen. Er ist Abrissbirne. Wenn er da ist, läßt er allein. Er ist die unverfügbare Allgewalt der Existenz.
Selbst diejenigen, die sich auf seine Seite schlagen, läßt er im Stich, weil er keine Besessenheit ist, sondern eine Anwesenheit:
Er ist im Schwarm der Mörderbienen, in einem Bittgottesdienst ebenso wie in der Obszönität einer platonischen Liebe. Er tanzt auf den Militärparaden und schäumt im Speichel des Voyeurs. Er schreibt durch den Romantiker hindurch, krümmt sich in den Kurven der Statistiker und rhythmisiert das Ringen der Kopulierenden.

Und steckt doch nicht in der Belanglosigkeit dieser Sätze.

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