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Und haben gelacht …

ja, so muss es sein, haben einfach gelacht, grundlos, ohne Freude und ohne einen Gedanken an die Zukunft, tick, tack, geht der Zeiger, die Zeit ist rund, und lachen noch viel mehr, laut, vernehmlich und auch zu unangebrachter Stunde, zwischen Tick und Tack, daneben und darüber hinaus die Geschichte aller bisherigen Geschichten, ein ununterbrochener, bald versteckter, bald offener Kampf, schon in ersten abgedunkelten Fluchten, beim Flackern des Feuers, Jagdszenen auf die Wände gebracht, nach den Blumen, Bäumen und Tieren die Lichtgestalten in Fenster gebannt, hölzerne Zeichen in die Erde gerammt, später, viel später dann bei schönem Wetter nach draußen, die Staffelei aufgestellt, der Landschaft den Spiegel vorgehalten, die Reflexion und das Schöne entdeckt und enorme Städte geschaffen, und haben auf den Türmen gestanden und gelacht, von Ideen gesprochen, Naturstoff gegen die Seele gesetzt, Berechnungen angestellt, die Sterne gedeutet, die Gelegenheit am Schopf gepackt, Truppen aufeinanderprallen lassen, Felder mit Blut und Knochenmehl gedüngt, Schlachtengemälde und Heldenportraits gemalt, unter Triumphbögen Heil dem Sieger! gebrüllt, sich untergefasst, geschunkelt und Lieder gesungen, von kommenden Gemetzeln geträumt, natürlich ist noch mehr passiert, aber man kann ja nicht alles auf so engem Raum unterbringen, das passt da nicht rein, weshalb Sprünge und Ortswechsel unvermeidlich sind und Blickwechsel, und haben dann zugeschaut, wie Ordnungen untergegangen sind und Reich für Reich, von oben betrachtet, ja, nur so kann es sein, es bleibt sich alles gleich, was sich ändert sind die Gestalten, und haben dort oben gelacht aus vollem Hals und die Narren auf dem Schiff willkommen geheißen, das wieder und wieder ausläuft, solange sich genug finden, die dafür bezahlen.

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