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Mond 1

Ach, ich muß gestehen, ich bin bloß ein zottiger Bettler, kein Dichter, den die Hinterlassenschaften anderer Dichter zu schreiben beflügelt. Ich bin ledig und die Hauptsache ist meine Bettstelle, und dass Bier fließt … Nacht für Nacht taumele ich. Meine Marotten sind nicht tief ausgeprägt. Ich bin wie eine kleine, graue Woge… Wer mich am Kragen packt und rüttelt, vernimmt nicht mehr als das weiße Blättergeraschel meiner Kleider. Warum aufjauchzen oder vor mich hin pfeifen, wenn ich in die Sackgasse der Bonmots geraten bin? Baumleiber brausen rechts und links meiner steinernen Stube, während ich, am Brückengeländer meiner Worte gelehnt stehend, das Wundervolle des Mondes zu erspähen trachte.

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