Vor dem Schirm

Vertan die Stunden, Tage jetzt. Der Schirm, weiße Fläche, die abstrahlt, Helligkeit in den dunklen Raum. Davor er, ratlos, der nicht kann, nicht ablassen kann vom Weiß, das ihn malträtiert, die reine Fläche, in der nichts verzeichnet ist. Vom Unmut verschattet der Geist, türmen sich die Zweifel, wortlos. Schübe von Nervosität. Und Schweiß auf Handinnenflächen und Stirn. Es muss anders werden, es war damals anders. Oder doch nicht. Aber wie jetzt daran anknüpfen? Die vielen Unterbrechungen, unversehens ist das Damals entglitten, ein anderer Körper, ein anderer Geist.

Horst Senger
Lebt und arbeitet in Eltville als Autor.

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