Bestimmungsgemäßer Gebrauch (der Zeit)

Während in Frankfurt und Umgebung die Sonne aufgeht, bewegen sich – aus allen Richtungen kommend – noch lichtbewehrte vierrädrige Gefährte mit ihren ortlosen Lenkern auf die Stadt zu, um dann dort in der Regel etwas mehr als acht Stunden Rast zu machen, während ihre Fahrer dann ihren Bestimmungsort eingenommen haben, um dort weisungsgebunden die Zeit mit Tätigkeiten auszufüllen, die für sie erfunden worden sind, damit die Zeit vergeht. Während die Zeit vergeht, passiert nichts, ebenso wenig, wenn sie verrinnt. Wenn sie rast, passiert nichts, man wird dann allerdings leicht vom Schwindel erfasst. Wenn man die Zeit verschwendet, passiert auch nichts, jedoch stellt sich dabei leicht das Gefühl ein, dass man Gründe dafür hat. Wenn die Zeit vergeht, passiert rein gar nichts, was einige sehr bedauern. Wenn nichts passiert, kommt es gelegentlich auch dazu, dass die Zeit stillsteht. Wenn die Zeit stillsteht, sehnt man sich nach Bewegung und fährt morgens nach Frankfurt, um dort bestimmungsgemäßen Tätigkeiten nachzugehen, damit die Zeit vergeht. Die Zeit vergeht damit, dass man morgens nach Frankfurt fährt oder nach Wiesbaden, nach Mainz, nach Darmstadt oder irgendwo sonst hin. Damit die Zeit vergeht, kann man auch in Frankfurt und Umgebung wohnen, oder in Wiesbaden, in Mainz, in Darmstadt oder irgendwo sonst, um dort bestimmungsgemäß Tätigkeiten auszuführen.

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