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Noch früher …

Es ist der 8. August 1773, als Helen von der Weiden eine folgenreiche Entscheidung trifft und ihren Lakaien Guntram damit beauftragt, den nun mehr gutartigen Wallach einzuspannen, um sie fürderhin nach ihrer Toiletten mit dem einzig verbliebenen Gespann in die Stadt zu kutschieren. Es ist Sommerschlussverkauf, da will sie nicht hinter den anderen in der Gegend verbliebenen Frauen zurückstehen und treibt Guntram zu Eile an. Dieser weiß, dass seine Herrschaft, auch wenn es eine Dame ist, und damit weiß er mehr, als all die Kommentatoren irgendwelcher sexistischen Auftritte drittrangiger Hofschranzen heutzutage wissen, ihn mehr als kritisierte, wenn er auch nur im mindesten dazu beitrage, dass sie zu spät an Grabbeltisch drei ankommt – und also gibt er dem Wallach die Peitsche – mit dem nicht vorhersehbaren Resultat, dass sich das Gefährt gemäß der Physik, aber entgegen dem Willen aller Beteiligten so sehr in eine der Kurven auf der Strecke neigt, dass es, um es einfach zu sagen, umkippt. Und dabei, was in keinem Geschichtsbuch vermerkt ist, den Bauer Aloisius zu Tode begräbt. Was damals keine Nachricht wert war, weshalb dieses Ereignis so lange im Dunkeln der Geschichte verblieben ist, bis heute, da wir es endlich ins rechte Licht rücken. Helen und Guntram haben den Sturz überlebt – und Helen war es, die Zeit ihres Lebens zu erzählen wusste, mehr hatte sie wohl nicht an Aufregung erlebt, dass es Bauer Aloisius war, der es verhindert hatte, dass sie eine wunderschöne Bluse aus grüner Gaze nicht zum Schnäppchen-Preis erwerben konnte. Womit eindrucksvoll belegt ist, dass im Jahr 1773 der Grundstein dazu gelegt worden ist, dass es keinen Zusammenhang zwischen Heidi Klum und gesunder Ernährung gibt.

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