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Nachher

Der Beifall weckt ihn. Er sieht sie von der Seite an. Sie ist Schauen. Sie erheben sich und streben nach draußen mit den anderen. Die Dunkelheit kühlt ihn, während er spricht. Seine Worte suchen sie. Er geht neben ihr wie ein Schatten. Sie sagt nichts. Sie finden Platz in der Kneipe. Ihm entfallen die Gedanken. Er rührt sich kaum, verschmelzt ungelenk mit dem Stuhl. Er schaut in ihr Gesicht. Ihre Augen gleiten von ihm ab. Ein Bier, eine Zigarette, sie isst den Rauch. Er wendet sich ihr zu. Sie lehnt sich zurück. Er spricht von der Aufführung. Turnt akrobatisch von Satz zu Satz. Setzt zusammen, zerpflückt, wagt sich an Thesen, gestikuliert heftig. Er befeuert seine Rede mit immer neuen Worten. Sie hält seinen Worten stand, offenen Auges. Er fühlt sich nackt. Noch ein Bier, noch eine Zigarette. Sie schüttelt ihren Kopf. Das ist ihr Zeichen. Deckung nehmen, auf ihre Worte warten. Sie beginnt zu sprechen. Jetzt gehört sie ihm, seinem Blick. Er schlingt sich um ihr Sprechen. Sie webt ihm Bilder. Er ist stumm und malt nach mit ihren Lauten. Sie wärmt ihn. Ein Bier mehr. Der Rauch der Zigarette entströmt seinen Poren. Zug um Zug.

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