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Neulich am Morgen

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Ich öffne die Augen, registriere die Schwere meines Leibes. Ich bin verschwitzt und mein Herz krampft sich zusammen. Ich will nicht aufstehen, nicht wach werden. Ich bin in meinem Bett. Ich will woanders gewesen sein, als ich mich niedergelegt habe. Ich bin jedoch hier. Das ist mein Zimmer. Vom Bett aus sehe ich durchs Fenster auf die gegenüberliegende Hausfront, auf den Teil, der nicht vom Geäst des Kastanienbaums verdeckt ist. Wechselhaftes Licht auf den Mauersteinen. Grau weicht warmem Gelb und umgekehrt. Die Luft ist unklar. Das Draußen ist gleich dem Draußen des Vortags. Ich drehe mich um, studiere die Hügellandschaft der betagten Raufasertapete. Ich muss aufstehen. Die innere Stimme drückt von außen auf meine Brust. Ich will schlafen, stöhnt die Brust. Ich schlage die Bettdecke auf, rutsche zum Bettrand, erhebe mich. Jetzt stehen Entscheidungen an.

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