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Viel zu plötzlich, viel zu heftig: Sommer

Ein Käfer erklimmt einen Grashalm. Frauenbeine staken über den Grasteppich. Sein Blick huscht über einen schneeweißen Oberschenkel. Ein Pärchen promeniert über die Wiese. Zwei bleiche Brüste schielen zur Sonne. Im Park schwirren Stimmen, Wurfscheiben, Federbälle und Insekten umher. Flaschen klirren, im Sandkasten tobt ein Kinderkrieg. Im Schatten des großen Baumes wabern hellgraue Haschischwölkchen. Mütter regeln den Kinderlärm mit gepfiffenen Worten. Enten paddeln nervös über den viel zu kleinen Teich. Er denkt an einen Rummelplatz. Das Tosen kerkert ihn ein. Er schließt die Augen, der Lärm legt sich wie eine schwere Decke um ihn. Seine Kehle trocknet aus. Er schwitzt. Er hat Durst. Das Wasserhäuschen so weit, er bleibt liegen.

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