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Wörter

Eingekeilt zwischen Wörtern, die wie Schutzschilder die Angriffe anderer Wörter, die verletzen und kränken, abwehren. Eingezwängt in Wörtern, die wie Magnete andere anziehen, erwünschte, gleichgesinnte und die unerbetenen feindlichen, die entstellen und verführen.
Worte zerteilen das Wahrnehmbare, schlagen Breschen ins Chaotische, damit der Mensch sicheren Schritts darin wandeln kann. Worte trennen das Zusammenhängende und setzen es neu zusammen, damit verstören und beruhigen sie zugleich. Und doch sind sie nicht bloßes Mittel, sondern verbunden mit dem, worüber sie sprechen.
Bis zum ihrem Äußersten, dem was sie nicht sind, getrieben, zerfasern die Worte, fransen sie aus und zerstäuben im Nichts, spurlos.

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