Sonett 3247

Könnt ich, so holt ich ihn sofort zurück, um ihn, den Alterslosen, zu befragen, woran er, so er sich besinnt, sein Glück bemisst, auch zugleich in schlecht’ren Tagen Wenn ohn‘ Arg und Bang er vor mir stünde, auf dem Sprung die Antwort mir zu geben, gäb sein feines Lächeln mir die Gründe, dass in Folge Dinge sich begeben. Doch wenn [weiterlesen]

Ansage

Drunter und Drüber und nicht Maß für Maß, geheimnisvoll, besessen produktiv, widerspenstig, ungezähmt und Rabenaas, und wie es ihm gefällt, selbst abgrundtief. Dichter, Harlekin, Tragöd und Kaufmann, in eigner Sache und der Poesie, plündert er gehetzt vom innren Tyrann, Heinrich und Co. mit großer Energie. Wer Handwerk schätzt, gar Kunst, kommt nicht vorbei, an ihm, der lange sich gehalten hat, [weiterlesen]

Bestimmungsgemäßer Gebrauch (der Zeit)

Während in Frankfurt und Umgebung die Sonne aufgeht, bewegen sich – aus allen Richtungen kommend – noch lichtbewehrte vierrädrige Gefährte mit ihren ortlosen Lenkern auf die Stadt zu, um dann dort in der Regel etwas mehr als acht Stunden Rast zu machen, während ihre Fahrer dann ihren Bestimmungsort eingenommen haben, um dort weisungsgebunden die Zeit mit Tätigkeiten auszufüllen, die für [weiterlesen]

Kissen im Fenster

Ich wohne an einer Straße. Morgens gehen Kinder die Straße entlang zur Schule. Erst kommen zwei. Dann weitere drei. Manchmal kommt nur eines. Aber es kommen einige. Ich habe sie noch nie gezählt. Sie gehen hintereinander, nehmen keine Notiz voneinander. Nur am Samstag und am Sonntag geht keines in der Straße entlang. Wenn weder Samstag noch Sonntag ist und nach [weiterlesen]