Bestimmungsgemäßer Gebrauch (der Zeit)

Während in Frankfurt und Umgebung die Sonne aufgeht, bewegen sich – aus allen Richtungen kommend – noch lichtbewehrte vierrädrige Gefährte mit ihren ortlosen Lenkern auf die Stadt zu, um dann dort in der Regel etwas mehr als acht Stunden Rast zu machen, während ihre Fahrer dann ihren Bestimmungsort eingenommen haben, um dort weisungsgebunden die Zeit mit Tätigkeiten auszufüllen, die für [weiterlesen]

Kissen im Fenster

Ich wohne an einer Straße. Morgens gehen Kinder die Straße entlang zur Schule. Erst kommen zwei. Dann weitere drei. Manchmal kommt nur eines. Aber es kommen einige. Ich habe sie noch nie gezählt. Sie gehen hintereinander, nehmen keine Notiz voneinander. Nur am Samstag und am Sonntag geht keines in der Straße entlang. Wenn weder Samstag noch Sonntag ist und nach [weiterlesen]

Mondsichelgestammel I

Ich sitze vorm gerät, streichle sanft und heftig zugleich meinen techno pimmel, während du irgendwo am wirklichen leben teilnimmst, bin seit sonnentagen in einer stimmung, unaufhaltsam, die mich wegführt, weit weg an einen markstein der wiedergewinnung einer erregung, die sich hält gegen die widerwärtigkeit meiner tüchtigkeit, und die, im hintersten gedankenzimmer eingeschlossen, toll herumpoltert, dazwischen dein lachen, unentwegt im schwinden [weiterlesen]

10 min

Hier! Der Schließer grinst, legt ein paar Blatt Papier und einen Stift auf den Tisch. 10 Minuten! Mehr Zeit hast Du nicht! Der Schließer grinst noch einmal breit und geht. Mehr Zeit hast du nicht? Was soll das? Wartet das Exekutionskommando auf mich? Habe ich da etwas nicht mitbekommen? Bin ich in das Pelican Bay State Prison gebeamt worden? Eine [weiterlesen]