Aussicht

Es ist immer der Anfang, der wehtut. Etwas zerstören und neu zusammensetzen ist einfacher, das Zertrümmern die leichteste Übung, sofern man sich traut auch auf die eigenen Sachen loszugehen. Bei den Werken anderer braucht es nicht einmal Mut, nur genug Zorn. Aber etwas Neues auf die Welt bringen, verlangt einem alles ab. Man stapft auf unsicherem Grund, hinaus ins Blaue. [weiterlesen]

Zukunftssorge

Immer mehr Menschen sind einer Umfrage zufolge besorgt darüber, dass ihre Zukunft nicht planbar ist. Was, so äußert sich ein Großteil der in qualitativen Interviews Befragten, sie gegenüber der Zukunft misstrauisch macht. Zukunft ist nicht mehr das, was sie einmal gewesen ist. Ehedem verlockend, erweist sie sich nun als Hemmschuh für gute Gefühle und dies bereits in der Gegenwart, also [weiterlesen]

Dem Schlaf entgegen

Der Alltag frisst sich, hinein ins Blech, in die Wände, in mein Hirn, in die Ritzen meiner vergangenen Zeit, die Zukunft auf einen Punkt zusammengeschrumpft: die nächste Stunde. Tanzen? Mich im Raum bewegen, jede Minute mit Bewegungen ausfüllen? Einatmen, ausatmen, mehr nicht? In der Zeitung blättern, die Langweile strecken? Noch 32 Minuten. Ich gebe sie weg. Der Alltag frisst, ich [weiterlesen]