Aussicht

Es ist immer der Anfang, der wehtut. Etwas zerstören und neu zusammensetzen ist einfacher, das Zertrümmern die leichteste Übung, sofern man sich traut auch auf die eigenen Sachen loszugehen. Bei den Werken anderer braucht es nicht einmal Mut, nur genug Zorn. Aber etwas Neues auf die Welt bringen, verlangt einem alles ab. Man stapft auf unsicherem Grund, hinaus ins Blaue. [weiterlesen]

Weiß, überall.

Klar, im Winter muss man damit rechnen, aber so plötzlich und so heftig, das hat mich dann doch überrascht. Kann kaum 10 Meter weit sehen wegen des dichten Schneegestöbers. Der Wischer packt es kaum, die Scheiben frei zu halten. An den Rändern der Windschutzscheibe sammeln sich Schneeklumpen. Wenn es weiter so schneit, muss ich aussteigen und die Scheiben freiräumen. Ich [weiterlesen]

2026

Wir schreiben das Jahr 2062 und Kommissar Vier flucht. Soeben hat er den heikelsten Auftrag seines Lebens erhalten. Er ist schon lange in Diensten des Departements für Transparenz und Geschmeidigkeit, aber so etwas ist ihm noch nicht untergekommen. Bislang hat er Menschen aufspüren müssen, und nun soll er einen Text oder ein Buch, ganz klar ist ihm das auch nicht, [weiterlesen]

Und haben gelacht …

ja, so muss es sein, haben einfach gelacht, grundlos, ohne Freude und ohne einen Gedanken an die Zukunft, tick, tack, geht der Zeiger, die Zeit ist rund, und lachen noch viel mehr, laut, vernehmlich und auch zu unangebrachter Stunde, zwischen Tick und Tack, daneben und darüber hinaus die Geschichte aller bisherigen Geschichten, ein ununterbrochener, bald versteckter, bald offener Kampf, schon [weiterlesen]

Morgens

Es gibt Tage, die sind zum Fortfliegen. Ich stehe auf, weiß nicht warum, kann mit meiner Wachzeit nichts anfangen, bin aber kein bisschen müde. Ich schaue aus dem Fenster. Ein paar Zweige hängen schlapp, von der Hitze ausgelaugt, vor dem Fenster. Das Sehen langweilt, keine Zeit für Meditationen. Mein Hirn ist wie ein Schwamm. Beim Duschen rollt sich meine Seele [weiterlesen]